Pausenbrot
Ein gutes Pausenbrot schmeckt gut, hält vor, liefert Energie und bleibt lange frisch. Das sind vier gute Gründe, Ihre Pausenbrote zumindest teilweise auf Vollkorn umzustellen. Insbesondere wenn Sie unter Verstopfung leiden, sind die Ballaststoffe des vollen Korns segensreiche Helfer für Ihren Darm.

 

Saftig und frisch: Pausenbrote aus vollem Korn
Als Pausenmahlzeit ist Weißbrot eine totale Fehlbesetzung. Von seinen wenigen Nährwerten mal abgesehen, weicht die belegte Schrippe binnen Stunden auf, matscht in der Tüte und klebt am Gaumen. Allenfalls eine Brezel ohne alles ist als Pausensnack ein Genuss.
Ein belegtes Vollkornbrot hingegen hält lange frisch, insbesondere Brote mit hohem Roggenanteil oder aus Sauerteig. Vollkornbrote können Sie problemlos am Vorabend belegen und verpackt im Kühlschrank liegen lassen.
Für das "Pausenbrot de luxe" legen Sie im Kühlschrank eine Tüte mit gewaschenem Salat, Gurkenscheiben oder Paprikaschnitzen bereit, die Sie vor Ort auf die Schnitten legen.

 

 

Das Gute-Laune-Brot
Vollkornbrot müssen Sie ordentlich kauen, und das regt nicht nur Ihre Verdauungssäfte an, sondern stärkt auch Ihre Nerven. Weitere Nervenkraft liefern die B-Vitamine im vollen Korn, allen voran das Vitamin B1, das bei Experten als "Gute-Laune-Vitamin" gehandelt wird. Auch die anderen B-Vitamine sind reines Kraftfutter für Ihre Nerven und unentbehrlich für Gehirn, Haut, Verdauung und gegen Stress.

Auf die "inneren Werte" achten
6000 Jahre lang aß der Mensch nur Vollkornbrot, und er ist gut damit gefahren: Im Vergleich zu Weißbrot enthält Vollkornbrot vier- bis fünfmal so viele Vitamine, Mineralstoffe und lebenswichtige Spurenelemente wie Eisen oder Calcium. Auch Kupfer und Magnesium sind im Weißmehl kaum noch vorhanden. Seit Erfindung der Mühlentechnik vor 150 Jahren wird der größte Teil dieser wertvollen Inhaltstoffe weggeschält – von den Ballaststoffen, die damit verloren gehen, ganz zu schweigen.
Nur das volle Korn samt Randschichten und Keimling enthält diese einzigartigen Schutzstoffe. Was im Mehl von den "inneren Werten" des vollen Korns übrig geblieben ist, gibt die Typenzahl an. Je höher sie ist, desto mehr Schutz- und Wirkstoffe hat das Mehl. Das gängige Haushaltsmehl mit der Typenzahl 405 etwa hat nur noch einen Mineralstoffgehalt von 0,405 Prozent, im Gegensatz zum ebenfalls fein gemahlenen Schrotmehl aus dem vollen Weizenkorn: Es enthält prachtvolle 1,7 Prozent bzw. 1700 mg Mineralstoffe.

Von wegen Vollkorn
Nicht alles, was beim Bäcker dunkel aussieht oder als Vollkornbrot angepriesen wird, ist wirklich aus vollem Korn. Vollkornbrötchen müssen nur 30 % Vollkornmehl enthalten, und viele dunkle Laibe enthalten hauptsächlich mit Zuckercouleur gefärbtes Weißmehl. Besondere Vorsicht ist bei Brot aus der Fabrik geboten. Für das eigentlich so gesunde Weizenkeimbrot werden hier gerne die Keime erhitzt – Vitamine enthält dieses Brot fast gar nicht mehr. Gehen Sie auf Nummer Sicher, und kaufen Sie Ihr Vollkornbrot so oft wie möglich beim Bio-Bäcker.