Was ist Stress

  • Was wir von einer Stressreaktion merken
  • Spätfolge von Dauerstress
  • Ein erster Schritt zur Abhilfe
  • Hilfe kann letztlich nur von Ihnen selbst kommen
  • Der "ganze Körper"
    reagiert auf Stress.
    Gesteuert von unserem
    Gehirn sind jedoch
    einige Organe
    besonders betroffen.
    Was wir von einer Stressreaktion merken
    Viel wird darüber geredet, so mancher Irrtum kursiert, jeder hat so seine eigenen Empfindungen dabei, und doch ist eines sicher: er gehört zum Leben – auch zum gesunden.
    Bei der folgenden Definition liegt das auf der Hand: Unter Stress versteht man die physischen und psychischen Auswirkungen von besonderen Anspannungen und Belastungen auf den Menschen.
    100 Menschen nach der Art dieser Belastungen gefragt werden 100 verschiedene Antworten geben. Eine Systematisierung erscheint auch wenig sinnvoll. Wichtig ist vielmehr, was spielt sich bei Stress in meinem Körper ab und wie kann ich die negativen Auswirkungen auf ein Mindestmaß reduzieren?
    Grundsätzlich läuft im Körper bei Stress, egal wodurch er ausgelöst wurde, egal ob positiver oder negativer Stress, immer dasselbe ab: Ein spezieller Teil unseres Nervensystems, der sog. Sympathikus, wird aktiviert und die Hormone Adrenalin und Noradrenalin sowie Cortisol und Corticosteron überschwemmen unseren Körper. 
    Dauerstress äußert sich
    individuell sehr
    verschieden - sowohl in
    der Art, als auch in
    der Heftigkeit.
    Spätfolgen von Dauerstress
    Was wir davon mehr oder weniger merken?
  • die Herzfrequenz steigt an, der Blutdruck steigt
  • die Atmung wird beschleunigt
  • die Muskeln spannen sich an
  • die Pupillen weiten sich
  • die Geschlechtsorgane "ziehen sich zurück"
  • die Verdauungsorgane senken ihre Aktivität
    Dauert diese Alarmsituation länger oder kommt es in immer kürzeren Abständen dazu, können, individuell ganz verschieden, Magenschmerzen, Durchfall oder Verstopfung, Sodbrennen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Schwindelanfälle, Schlafschwierigkeiten, Depressionen, Angst, und, und und … auftreten. Die Palette der Symptome ist so umfangreich wie unser Körper komplex.
  • Stress erkennen und
    annehmen ist
    Voraussetzung für eine
    dauerhafte Lösung.
    Ein erster Schritt zur Abhilfe
    Ignorieren Sie die Symptome nicht und verdrängen sie auch nicht über einen längeren Zeitraum. Sonst können sich die genannten Reaktionen zu ernsthaften Krankheiten verselbstständigen und am Ende steht nicht selten die totale seelische und körperliche Erschöpfung.
    Machen Sie sich im Gegenteil die Situation, notfalls immer wieder aufs Neue, bewusst. Dieses Erkennen und Anerkennen ist nämlich bereits der wichtigste Schritt zur Lösung der Probleme.
    Bei selbstverantwortetem Stress, z. B. Unpünktlichkeit, Terminnöte, "alles staut sich auf", hilft oft schon die Beantwortung der Fragen: Was muss wirklich gemacht werden? Was hat absolute Priorität? Wer erhebt den Anspruch darauf? Muss ich alles machen? Kann ich etwas delegieren? Was passiert, wenn etwas nicht gemacht wird?
    Wenn Sie diese Fragen ausschließlich selbst beantworten, seien Sie ehrlich zu sich selbst! Besser: Nutzen Sie die Gelegenheit, sich jetzt jemandem anzuvertrauen, denn mit ein wenig objektivem Beistand geht die Bewältigung der Probleme und damit die Arbeit an Ihrem persönlichen Stress um vieles leichter.
    Auch wenn Sie
    beispielsweise
    Beziehungsstress nicht
    allein beseitigen können
    - die Initiative muss von
    Ihnen ausgehen.
    Hilfe kann letztlich nur von Ihnen selbst kommen
    In jedem Fall: Werden Sie aktiv! Darauf zu warten, dass sich die "Anderen" ändern, ist fast nie erfolgreich. Beantworten Sie lieber die Frage: "Wie kann ich anders auf diese Situation reagieren?"
    Das ist im Übrigen auch der richtige Einstieg bei zwischenmenschlichen Stressfaktoren in Beruf und Freizeit, einschließlich ungelösten Beziehungsproblemen mit dem Lebenspartner.
    Stressbewältigung ist kein Tageswerk, sie dauert, geht zudem meist nur in kleinen Schritten, und Sie müssen ihr diese Zeit geben.
    Nur beginnen sollten Sie sofort! Wir helfen Ihnen dabei. Schauen Sie immer wieder mal rein!
    Ein paar hilfreiche Methoden zur Stressbewältigung und -reduzierung stellen wir Ihnen schon diesmal vor, andere werden folgen.


    Stressabbau

    Ein anderes Wort für "entspannen" ist "loslassen": Loslassen von belastenden Gedanken, loslassen von negativen Gefühlen wie Frustration, Ärger oder Angst, loslassen von Termindruck und der endlos langen Liste zu erledigender Dinge. Für die Zeit der Entspannung sollte alles egal sein – die großen Lebensprobleme wie die kleinen Alltagssorgen.

  • Erlaubt ist, was gefällt
  • Zeitsuche
  • Erlaubt ist, was gefällt
    Als Entspannungsmethoden eignen sich daher alle Aktivitäten, die Ihnen selbstvergessenes Vergnügen bereiten – ganz gleich, ob Sie dabei Rock‘n‘Roll tanzen oder es sich bei schöner Musik auf der Couch bequem machen. Es hängt von keiner Ideologie, sondern einzig von Ihren Vorlieben ab, ob Sie lieber körperlich aktiv oder mental Stress abbauen.
    Sind Sie ein aktiver Typ, dann wählen Sie Betätigungen, bei denen Sie sich in Ihrem Element fühlen. Zwingen Sie sich nicht zum Joggen, wenn Sie lieber im Garten wühlen. Wenn spielerischer Wettbewerb Sie herausfordert, dann tun Sie sich mit Gleichgesinnten zusammen, und gehen Sie kegeln oder Tennis spielen.
    Wenn Sport Sie nicht reizt, dann schaffen Sie Situationen, in denen Sie sich ganz bei sich fühlen – das kann ein ruhige halbe Stunde auf Ihrer Lieblingsbank sein, ein stilles Gebet oder ein Konzertbesuch. Vielleicht haben Sie früher selbst musiziert oder waren in einer Handarbeit besonders gut? Entdecken Sie diese Vorlieben neu: Nichts entspannt mehr, als sich ganz auf den Augenblick zu konzentrieren und die Welt für einige Stunden zu vergessen. 

    Zeitsuche
    Sie sehen: Um zu entspannen, brauchen Sie keine ausgefallenen Techniken, keine Reichtümer und auch keine besonderen Kenntnisse. Das einzige, was Sie wirklich brauchen, ist Zeit.
    Für die meisten Menschen liegt hier das eigentliche Problem. Manche, weil sie nie gelernt haben, etwas für sich zu tun, sondern immer für andere da waren. Andere, weil Ihnen ihr hektischer Alltag auf den ersten Blick tatsächlich keine Freiräume lässt.
    Ganz gleich, was bei Ihnen der Zeitfresser ist, machen Sie sich klar: Nur wenn Sie sich Phasen der Entspannung gönnen, können Sie das leisten, was Sie von sich selbst und Ihre Mitmenschen von Ihnen erwarten.
    Es ist also keinesfalls egoistisch, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Vielleicht ist es schon damit getan, einfach mal etwas liegen zu lassen und den Haushalt nicht ganz so perfekt zu schmeißen.
    In anderen Fällen müssen Sie Aufgaben abgeben: Genieren Sie sich nicht, Freunde und Verwandte um gelegentliche Hilfe zu bitten, niemand hält Sie deswegen für einen Versager. Wenn es finanziell möglich ist, bezahlen Sie für Entlastung. Aber: Besonders Frauen scheuen sich, "geschenkte" oder "gekaufte" Zeit für sich selbst zu nutzen und fangen an, liegen gelassenes aufzuarbeiten. Überlegen Sie also gar nicht erst, ob Sie den Keller entrümpeln, und radeln Sie lieber ins Schwimmbad.
    Die jungen Frauen können es schon recht gut, die älteren müssen es oft noch lernen: das "Nein" sagen. Hilfsbereitschaft ist eine wunderbare Eigenschaft – so lange sie nicht über die eigenen Kräfte geht. Deshalb bestimmen immer Sie, wie oft und wie viel Sie helfen. Machen Sie am besten einen Wochenplan, der auch Ruhepausen für Sie vorsieht. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, wenn Sie kurzfristig um Hilfe gebeten werden. Auch kleine Gefälligkeiten können einen ins Schleudern bringen: Manchmal ist es die halbe Stunde, die man für die Nachbarin aufbringt, die aus einem vollen einen stressigen Tag macht.
    Wenn ständige Überstunden Sie schlauchen, reden Sie ein ernstes Wörtchen mit Ihrem Vorgesetzten oder Betriebsrat: Häufig wird gar nicht wahrgenommen, wie viel Sie arbeiten. Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor. Notieren Sie Ihre Arbeitszeiten und schildern Sie, was diese Situation für Sie bedeutet. Anstatt sich zu beschweren, machen Sie konstruktive Vorschläge, wie sich die Arbeit besser verteilen ließe.
    Übrigens: Auch berufstätige Mütter müssen sich nicht ständig beweisen und dürfen auch mal "stopp" rufen.