Verstopfung wird nicht als Krankheit, sondern als lästiges Übel wahrgenommen. Die meisten Betroffenen verzichten deshalb auf den Arztbesuch und therapieren sich selbst mit einem Abführmittel. Lesen Sie einige Hinweise für einen vernünftigen Umgang mit Abführmitteln, und wann die Grenze der Selbstmedikation erreicht ist.

  • In welchen Situationen ist ein Abführmittel sinnvoll?
  • Ab wann tritt der gefürchtete Gewöhnungseffekt ein?
  • Sind natürliche oder synthetische Wirkstoffe zu bevorzugen?
  • Medizin: Erst bei
    weniger als drei mal
    Stuhlgang pro Woche
    liegt eine Verstopfung
    vor.

    In welchen Situationen ist ein Abführmittel sinnvoll?
    "Ein Abführmittel ist generell zu meiden und nur im Notfall einzunehmen." Nach diesem Leitsatz leben viele Menschen eher schlecht als recht mit ihrer Darmträgheit. Denn wann dieser Notfall eingetreten ist, können auch gut informierte Laien nur schwer beurteilen.
    Die Medizin sagt dazu: Erst wer weniger als dreimal in der Woche Stuhlgang hat, der leidet unter Verstopfung. Doch die Betroffenen sehen das meistens anders. Beschwerden haben sie nämlich bereits vorher: Schon wer sich an einem Tag nicht oder nur unvollständig entleeren kann, quält sich mit einem belastendem Druckgefühl im Unterleib. Bei chronischer Verstopfung kommt die Angst vor dem nächsten, womöglich schmerzhaften Gang auf das stille Örtchen hinzu.
    Verstopfung kann wie aus heiterem Himmel bei Menschen auftreten, die bislang eine hervorragende Verdauung hatten. Vorsichtshalber sollte man zwar die Ursachen für diese plötzliche Veränderung ärztlich abklären. Liegen keine weiteren Symptome vor, darf man sich aber in der Zwischenzeit ohne schlechtes Gewissen mit einer schonend abführenden Arznei helfen.
    Denn in aller Regel sind die Ursachen der Verstopfung nicht organisch. Hormonelle Schwankungen, ganz normal während Menstruation, Schwangerschaft und Wechseljahren können den Verdauungstrakt lahm legen. Auch Medikamente können Verstopfung als Nebenwirkung auslösen. Und: Der Darm ist ein sehr sensibles und stressanfälliges Organ, ein genauer Seismograph für Lebensweise und seelische Befindlichkeit.
    Doch manche belastenden Faktoren lassen sich nicht von heute auf morgen abstellen. Reisefieber, beruflicher Stress oder seelischer Kummer können die Verdauung blockieren. Mit einem Abführmittel darf man sich der zusätzlichen Sorge Verstopfung entledigen - vorausgesetzt, der Stress ist nur eine vorübergehende Erscheinung.

    Frühestens nach zwei
    Wochen Dauergebrauch
    gewöhnt sich der Darm
    an ein Abführmittel.

    Ab wann tritt der gefürchtete Gewöhnungseffekt ein?
    Wenn die Verstopfung nur gelegentlich, also seltener als alle zwei Wochen auftritt, ist der vorübergehende Einsatz eines Abführmittels bedenkenlos. Der Darm gewöhnt sich frühestens nach zwei bis drei Wochen Dauergebrauch an fremde Hilfe.
    Diese Gewöhnung sollte man natürlich vermeiden. Sie ist aber auch noch nach drei Monaten wieder umkehrbar. Eine durch Abführmittel "antrainierte" und bleibende Darmträgheit tritt erst nach sechs Monaten regelmäßiger Einnahme ein. Insbesondere, wenn die Verstopfung ernsthafte Beschwerden auslöst, auf das Gemüt schlägt und das Immunsystem geschwächt ist, ist die vorübergehende Einnahme eines Abführmittels sinnvoll und medizinisch unbedenklich.
    Muss ein Abführmittel über einen längeren Zeitraum genommen werden, ist es ratsam, diese Zeit für ein Überdenken der Lebensweise zu nutzen. Möglicherweise lassen sich bereits erste Umstellungen in puncto Ernährung, Bewegung oder Entspannung einführen. So sorgen Sie für die Zeit "danach" vor, und Sie entwickeln Vertrauen darin, dass Ihre Verdauung auch ohne Hilfe von außen funktioniert.

    Natürliche Wirkstoffe,
    z.B. in gelöster Form
    als Arznei-Tee,
    wirken schonend
    im von der Natur
    vorgegebenen Tempo.

    Sind natürliche oder synthetische Wirkstoffe zu bevorzugen?
    Bei der Wahl eines geeigneten Abführmittels empfehlen sich natürliche Wirkstoffe wie Milchzucker, Leinsamen oder Sennes-Blätter (z.B. von Midro). Der Vorteil: Der Körper kennt diese Wirkstoffe bereits in irgendeiner Form aus der Nahrungskette.
    Arznei-Tees eignen sich besonders gut für die Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden. Die Wirkstoffe sind bereits im Wasser gelöst und können vom Körper direkt aufgenommen werden. Nur Medikamente, die in Arterien und Venen gespritzt oder unter die Zunge gesprayt werden, stellen ihre Wirkstoffe dem Körper schneller zur Verfügung als Arznei-Tees. Bei Kapseln, Tabletten oder Dragees müssen die Wirkstoffe erst durch Verdauungsenzyme oder Säuren freigesetzt werden, ein Vorgang, der zwischen 20 Minuten und zwei Stunden dauern und den Magen empfindlich belasten kann.
    Ein weiteres Plus von Arznei-Tees: Die Wirkstoffe verteilen sich gleichmäßig im Verdauungstrakt anstatt, wie bei den meisten Kapseln, abrupt freigesetzt zu werden. Das schont Magen und Darm und sorgt dafür, dass die Wirkung nicht gegen, sondern im Einklang mit den natürlichen Abläufen des Körpers eintritt.
    Diese schonende Wirkung ist bei Verstopfung ein wichtiges Argument für einen Arznei-Tee wie den Abführkräuter-Tee von Midro. Die pflanzlichen Wirkstoffe aus den Sennesblättern lassen dem Körper die Zeit, die er zur Selbsthilfe braucht. Die gelösten Wirkstoffe durchwandern im von der Natur vorgegeben Tempo den Verdauungstrakt, regen die Darmtätigkeit an und sorgen so für eine sanfte Entleerung.