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Wasser ist Leben. Und Wasser ist schwer. Jeder von uns schleppt ca. 60
% seines Körpergewichts davon mit sich herum. Je nach Alter und Fettanteil
am Gewicht können es auch weniger oder mehr sein (40-80 %). In unseren
Körperzellen ist das meiste enthalten, der Rest findet sich dazwischen,
und nur 5 % sind flüssiger Teil des Blutes. So unterschiedlich und
wechselnd die Bestandteile im wässrigen Anteil unseres Körpers
auch sein mögen, die Konzentration bestimmter Mineralstoffe, der
sog. Elektrolyte versucht er so konstant wie möglich zu halten. Denn
erst dies macht den Menschen von seiner Umgebung weitgehend unabhängig.
Der Flüssigkeitshaushalt und damit das innere Milieu müssen
permanent ohne große Verluste von Wasser und Elektrolyten erhalten
werden. |
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| Wasser ist lebenswichtig, u.a. weil alle essenziellen Mineralstoffe darin gelöst sind. |
Wasser
und Elektrolyte Im Allgemeinen werden unter Mineralstoffen jene anorganischen Elemente und Verbindungen verstanden, deren Mengengehalt mehr als 50 mg/kg Körpergewicht (= 0,005 %) beträgt. Was anteilig darunter liegt heißt Spurenelemente. Zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen gehören Calcium, Phosphor, Natrium, Chlorid, Kalium, Schwefel und Magnesium. Während die erstgenannten meist über eine ausgewogene Ernährung in ausreichender Menge zugeführt werden, häufig sogar, wie beim Natrium, zuviel davon, trifft dies für Magnesium und Calcium nur eingeschränkt zu. Anders als organische Verbindungen enthalten Mineralien keine Kohlenstoffverbindungen. Im Organismus werden sie in die verschiedensten Reaktionen, Verbindungen, Organe und Zellverbände eingebaut. Sie werden aber wie die Spurenelemente nicht in andere, neue Substanzen umgebaut, sondern nur aus der Umwelt aufgenommen, benutzt und wieder ausgeschieden. Sie gehen dem Kreislauf, der auf der Erde zu findenden Mineralstoffe also nicht verloren. Die meisten Mineralien sind im Körper in Wasser gelöst. Dabei zerfallen sie in ihre atomaren Bestandteile und treten häufig als elektrisch positiv oder negativ geladene Teilchen auf. Man bezeichnet sie deshalb auch als Elektrolyte. Die wichtigsten biologischen Funktionen sind die Beteiligung an zahlreichen Enzymreaktionen, an der Erregung von Nerven und Muskeln; sie beeinflussen die Hirnfunktion, sind wesentliche Baubestandteile unseres Skeletts, erhalten die Flüssigkeitsbalance in den Zellen, Zellzwischenräumen und in den Blutgefäßen. |
| Durst ist ein elementares Signal unseres Körpers, der Flüssigkeit braucht, um seine Funktionen aufrecht zu erhalten. |
Durst
und die richtige Trinkmenge Neben eigens dafür entwickelten komplizierten Regelkreisen sind für die Wassermenge unser Durst auf der einen Seite und die Nieren auf der anderen die wichtigsten Regulatoren. Die Nieren tun minütlich ihr Bestes und auch der Durst meldet sich eigentlich immer rechtzeitig. Nur wir reagieren nicht immer so, wie wir das eigentlich sollten: Durst empfinden viele nicht als ernst gemeinten Hilferuf des Körpers, sondern eher vernachlässigbar, ja manchmal sogar als lästig. Und in gewissen Maßen ist der Körper tatsächlich in der Lage, sich den bewusst oder unbewusst antrainierten Trinkgewohnheiten anzupassen. Das Resultat: Fast alle trinken wir zu wenig. Nicht nur wichtige Stoffwechselvorgänge leiden darunter, auch der Verdauung wird es so unnötig schwer gemacht. Verstopfung ist oft Folge von mangelnder Flüssigkeitsaufnahme. Wie viel pro Tag sind denn nun ratsam, wie viel notwendig? Mindestens 2 - 3 Liter Trinkflüssigkeit täglich sollten es schon sein! "Kein Problem" sagen die einen, "das schaff ich nie" die anderen. Ein gewisser Spielraum ist glücklicherweise vorhanden, aber wer ständig unter dieser Menge bleibt, tut seinem Körper keinen Gefallen. Der hat mit dem Mangel zu kämpfen und altert zudem schneller als nötig. |

| Einschränkung kann nur elektrolythaltiges Wasser empfohlen werden. Wer etwas für den Geschmack tun möchte, sollte es mit ungesüßten Fruchtsaftschorlen probieren. |
Was
löscht den Durst am besten? Am besten ist das, was ersetzt werden muss: elektrolythaltiges Wasser, also Mineralwasser. Leitungswasser erfüllt trotz aller Werbung der Energieversorger und Gemeinden diese Anforderungen nicht. Von der häufigen Belastung mit Nitrat, Viren, Desinfektionsmitteln und Kalk an dieser Stelle gar nicht weiter zu reden. Andererseits ist nicht jedes Mineralwasser gleich gut geeignet. Wer glaubt, mit einem hohen Mineralgehalt (über 2000 mg/l) besonders viel für sich zu tun, irrt. Hoch mineralisierte Wässer wirken wie chemische Präparate und können Medikamenten ähnlich, bestimmte Symptome hervorrufen oder unterdrücken. Achten Sie deshalb auf den Gesamtmineralgehalt und die wichtigsten Elektrolyte: Und vertrauen Sie nicht zuletzt auch Ihrem Geschmack, schließlich müssen Sie das Wasser gern trinken. Metallisch schmeckende Wässer mag eigentlich niemand gern. Ob mit oder ohne Kohlensäure ist natürlich auch eine Frage der Vorliebe und der Verträglichkeit. Nur soviel: kohlensäurehaltiges Wasser ist immer weniger anfällig gegen bakterielle Verunreinigungen und deshalb auch angebrochen besser haltbar. Wer pures Wasser nicht mag, sollte es mit ungesüßten Fruchtsäften im Verhältnis 2:1 mischen nicht nur im Sommer ein idealer und gesunder Durstlöscher. |